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Die richtige Anrede in Island: Von Vornamen, Blumensträußen und Glücksgrüßen

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Um die Anrede der Isländer verstehen zu können, gehen wir zunächst einmal etwas zurück auf den Weg zur Namensgebung: Die isländischen Vornamen bestehen nicht wie in Deutschland daraus, dass ein Name beliebig ausgesucht wird und der Familienname dazu kombiniert wird. Nein, hier sieht es so aus, dass der Vorname des Vaters oder einer, der ihm ähnelt, an den eigentlichen Vornamen des Kindes hinzugefügt wird. Eine alte Tradition, die die Isländer aber bis heute fortführen. Norwegen und Schweden sind bereits zum Familiennamen-System übergegangen, aber in Dänemark wollte man die Namensgebung über den Vater zurückerlangen.

Beispiel:

Heißt der Sohn Lasse und sein Vater zum Beispiel Ole Erikksson, so wird der Sohn Lasse Olesson heißen. Es wird also der Vorname des Vaters immer zu einem gewissen Grad mit dem Nachnamen kombiniert.

Gehen wir weiter zur Ansprache im Alltag: Als übliche Anrede benutzten die Isländer ihre Vornamen, bedeutende Personen allerdings werden mit Vor- und Nachnamen angesprochen. Der Nachname hat keine große Bedeutung, wie aus den vorigen Ausführungen schon bekannt ist, er gilt als eine Art Familiengeschichte und wird nur hervorgehoben, wenn jemand nachfragt.

Abkürzungen und Spitznamen

Natürlich werden unter Freunden auch Abkürzungen in der Ansprache des Namens verwandt, so wird Ole Erikksson mit Ole Erikks angesprochen oder das „son“ wird ganz weggelassen. Ein weiteres Beispiel wäre die Sängerin Björk, die von allen auch privat mit ihrem Vornamen angesprochen würde – egal, ob es Freunde oder Vorgesetzte wären, selbst wenn sie keine berühmte Persönlichkeit wäre.

Daher kennen die Isländer KEINE formelle Anrede mit Sie oder Herr/Frau. Was nicht gleichbedeutend ist mit einem „Du.“ Es ist in diesem Land einfach schlichtweg üblich, sich nur mit dem Vornamen anzureden. Im Großen und Ganzen stehen die Isländer aber mehr für das „Du“, dennoch können sie auch Unterschiede machen und sind kompromissbereit.

Auslandsreisen

Wegen der komplizierten Namensgebung kann es für die Isländer auf Auslandsreisen schon einmal schwierig zugehen – denn die Grenzbeamten anderer Länder kennen das hiesige Namenssystem nicht und gehen von einem Verwandtschaftsverhältnis aus, was gelegentlich Probleme beim Zoll macht.

Auslandsknigge und Begrüßungsformeln: Was Sie für die Islandreise wissen müssen

Island ist zweitgrößte Insel in Europa und hat knapp 300.000 Einwohner. Für einen gelungenen Urlaub gilt es aber einige Kommunikations-Regeln zu beachten, was aber nicht sehr schwer sein dürfte, weil die Isländer sehr weltoffen sind.

Wie in Deutschland erfolgt auch hier die Begrüßung mit dem üblichen Händedruck. Bei Männern lautet der Gruß Saell und bei Frauen Sael, das bedeutet einfach – Glück. Kinder werden auch hier mit HALLO angesprochen, nur beim Präsidenten und anderen bedeutenden Personen wird die Anrede mit dem Vornamen gewählt. Wenn man sich besser kennt, erfolgt zum Gruß auch der Kuss auf die Wange.

Im Gespräch sollten Sie darauf achten, dass der Isländer nicht unbedingt internationale Wörter kennt und die Sprache anpasst. Viele Isländer sprechen aber auch englisch, französisch oder deutsch, sodass die Islandreise eigentlich nicht zu einem großen Problem werden sollte.

Freundschaften

Wenn Sie sich im Island-Urlaub mit einigen Einheimischen anfreunden, ist zu beachten, dass beim ersten gemeinsamen Treffen ein Blumenstrauß oder ähnliches Gastgeschenk mitgebracht werden sollte. Der männliche Gast sitzt rechts von der Gastgeberin, und die eingeladene Dame rechts vom Gastgeber.

Zum Abschluss der Islandreise

… ist es interessant zu wissen, dass die Isländer diejenigen Europäer sind, die am längsten arbeiten und für gewöhnlich kurz vor Mitternacht, um 23.30 Uhr, der Arbeitstag erst zu Ende ist. Somit sind es doch gerade die Isländer, die bei Ihrer eigenen Urlaubsreise ein ganzes Paket an Entspannung benötigen!

Wenn Sie all diese Regeln bei der Islandreise beachten, so kann nichts mehr schiefgehen und einem tollen Urlaub steht nichts mehr im Wege – vielleicht kommen Sie sogar mehr als einmal nach Island!

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