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Redheads in Irland: Ein Klischee, das Anerkennung verdient

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Rot, kurz, sommerlich, kulturenverbindend, kindlich-amüsant und für einen guten Zweck. Was kann das sein, dass so viele unterschiedliche Dinge vereint, die sonst schwer zu verbinden sind ohne Spott, Streit oder Stress?

Die „Redhead Convention“ ist ein irisches Fest, bei dem die Farbe Rot im Fokus steht. Ganz nach Brauchtum gefeiert und das 2014 zum fünften Mal. Bevölkerung aus der ganzen Welt reist an, aber insbesondere Iren und Schotten, denn hier sind Rotschöpfe noch naturgetreu geprägt, ohne künstlerische Hilfe.  Rote Haare sind in Irland und Schottland markant

Tatsächlich leben in diesen Ländern die meisten Rothaarigen. Etwa elf Prozent der Bürger sind von Natur eine Pippi-Langstrumpf-Kopie, wenn man sich auf Äußerlichkeiten bezieht. Blass, sommergesprosst, klein und rothaarig. Und da empfiehlt es sich, Sommersprossen zu zählen und Karotten zu werfen, denn dafür steht das Rotschopf-Festival der Iren.

Diesmal in Crosshaven, einer irischen Kleinstadt, gemütlich an der Südküste versteckt. Wie Fabelwesen und Gnome können Liebhaber und Kenner hier feiern. Sortiert in Rot, ohne Grauzonen bei herrlichem Wetter. Denn wo werden schon die besten Augenbrauen gekürt und ein Königspaar gewählt, ganz in Rot?

Rote Feiertage

Wohltätigkeit steht im Vordergrund. Und deshalb geht der Erlös, der sich von Speis und Trank neben Spiel und Spaß des Festes zusammentut an die Krebsgesellschaft in Irland. Und das ist ein gutes Omen, denn bislang sind hier tatsächlich 15.000 Euro zusammengekommen.

Das Fest auf den grünen Wiesen wird tüchtig mit Guiness gekürt, indem sich fröhlich zugeprostet wird. Die Redhead Convention macht sich auch ohne Prominenz ihren Namen, obwohl es einige von Erfolg und Präsenz gekrönt hätten, wenn Prinz Harry nicht abgesagt hätte. Denn als rothaarigen und berühmten Ehrengast hätte man den Briten gern vor Ort gesehen und ihn hier und da interviewt.

Aber auch ohne königliche Visite wird es einen neuen Rothaarkönig geben, wie jedes Jahr. Derzeit amtiert Alan Hayes als King Ginger auf dem zweitägigen Festival im Sommer, zu dem rund 1000 Besucher erscheinen. Das längste rote Haar wird gekürt, Wurfspiele finden statt. Die Minderheit der Rothaarigen feiert hier den Erfolg von glücklichem Glanz.

Crosshaven, irisch, klein, gemütlich

Und nicht allzu sehr versteckt. 18 km südwestlich von Cork, der bekannten Grafschaft gelegen. Mit dem Auto über die N28 oder R12 zu erreichen, mit dem Bus über Douglas. Und wer die „kleine Welt“ nicht findet, fragt sich durch.

Crosshaven in Irland

Der Eintritt zum Festplatz ist übrigens frei. Allerdings wird der Geldbeutel nicht ganz verschont bleiben. Aber der gute Zweck sollte wie eingangs erwähnt auch immer im Blick bleiben. Für die Wettbewerbsteilnahme muss ein Startgeld in Höhe von 20€ entrichtet werden, Familien zahlen 40€. Möhrenwerfen kostet 5€ und wer bereits aus vergangenen Feiertagen des Festivals registriert ist, zahlt 2€.

Schöpferisches Ergebnis in Rot

Es lohnt sich also in jedem Fall, auch als Gast, bei einem solch ungewöhnlichen Fest mitzumachen. Denn feiern in der irischen Grafschaft bis zum Sonnenuntergang mit einem Genuss an Freude und besonderen Getränken und Speisen prägt das Herz der Region.

Die grüne Natur ist die Garnierung des Fest“parks“, indem ausgelassen gespielt wird und Erwachsene ohne Peinlichkeit noch einmal Kind sein dürfen. Hier wird Vereinsgeist gelebt und neue Kulturen lernen sich kennen. Ein Platz von Friedlichkeit. Ein Sommermärchen. Jedes Jahr aufs Neue. Und jedes Jahr besonders. Einzigartig. Unvergleichlich.

Bildquellen:

© W. Heiber Fotostudio – Fotolia.com
langerdan / Foter / Creative Commons Attribution-NoDerivs 2.0 Generic (CC BY-ND 2.0)

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