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Mystische Inschriften in Steinformation: Der Kensington Stein

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Im Jahr 1898 entdeckte der damals 44 Jahre alte Olof Ohman, ein Farmer aus Schweden, einen schweren Stein, der rund 202 Pfund wog, auf seinem Gut. Natürlich war er so beeindruckt, dass er den Stein zusammen mit seinem Sohn genauer unter die Lupe nahm.

Denn es handelte sich nicht um ein gewöhnliches Stück, sondern einen Stein mit vielen verschiedenen Inschriften, die zunächst nicht zu entziffern waren. Ohman kratzte mit einem Nagel die Lücken frei, um die Zeichen lesen zu können. Um den Fund zu schützen, wurde der Stein in einer Bank in Kensington deponiert, aber dennoch wollte Ohman auf seinen Fund aufmerksam machen und Popularität erlangen. Deshalb informierte er in der örtlichen Presse über seinen beeindruckenden Fund.

Erst als Fälschung verkannt …

Einige Monate später, nämlich im Frühjahr 1899 wurden die Runen von Professor Breda, einem Sprachwissenschaftler entziffert. Wegen dem prekären Inhalt wurde das Fundutensil aber, als ein Duplikat bezeichnet, und fand kaum noch Beachtung, sodass der Kensington-Stein an seinen Finder zurückgegeben wurde und dieser ihn als Dekoration vor seiner Wohnungstüre nutzte.

Die Inschrift, die als Fälschung erklärt wurde, lautete auf Deutsch übersetzt: „8 Schweden und 22 Norweger auf Entdeckungsfahrt von Vinland nach Westen. Wir lagerten bei (einem See mit) zwei Inseln, eine Tagesreise nördlich von diesem Stein. Wir fischten einen Tag. Als wir zurückkamen, fanden wir 10 Männer rot von Blut und tot. A(ve) V(Virgo) M (Maria) erlöse uns von dem Übel. Haben 10 Mann am Meer, um über unserer Schiffe zu wachen, 14 Tage von dieser Insel. Jahr 1362.” Demnach ging es um Wikinger, die nach Amerika gereist waren.

Der Stein geriet in Vergessenheit. 1907 wurde er von Hjalmar Rued Holand durch Zufall wiedergefunden. Dieser nahm sich der Beweisverfolgung der Authentizität des Steins an, denn er hatte die Vermutung, dass der Kensington-Stein mit einer Expedition von Paul Knudson zu tun hatte. 1354 wurde Knudson vom damaligen Norweger König und Regierer von Schweden, Magnus Eriksson beauftragt, das Christentum zu verbreiten. Dabei sollte auch etwas über den Verbleib der Wikinger erkundet werden. Der suchende Knudson stieß aber nur auf verlassene Höfe in Grönland, setzte seine Mission Richtung Westen fort, bis zum Red River. Selbst kehrte er nach Norwegen/Schweden zurück, aber sieben seiner Männer gingen wieder in die Heimat nach Europa.

Schließlich wurde doch die Echtheit des Steins anerkannt

Das alles passt zur Inschrift des Steins, die nun doch einer wahren Bedeutung gleichkam und nicht mehr danach bemessen wurde, eine Fälschung zu sein. Es fand sich noch eine ältere Schrift unter der vorangegangenen und es wurden Zeichen gefunden, die noch nicht bekratzt waren.

Eine chemische Analyse zeigte, dass die Schriften mehr als 200 Jahre alt waren. Ein weiterer Aspekt dazu stellte dar, dass um 1362 die Runen abgeschafft wurden. Nur in Gotland wurden sie noch von Mönchen verwendet. Daher wurde zunächst vermutet, dass der Stein doch echt sein soll und von gotischen Mönchen stammte, die nach Amerika ausgereist waren.

Wo sieht man den Stein heute?

Heute ist der Kensington-Stein im Museum von Alexandria in Minnesota ausgestellt. Allerdings wurden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erneut die Inschriften untersucht, demnach zum dritten Mal, aber wissenschaftlich. Man ist erneut zu dem Schluss gekommen, dass es sich um eine Fälschung handelt. Dennoch hatte der Stein wegen der Gerüchte und Gespräche einen Mythos erreicht und ist deshalb zu einem bewundernden Ausstellungsstück geworden.

Entdecker und Co

Ohman lebte von 1854 bis 1935 und erlangte durch seinen Fund in Norwegen eine große Bekanntheit, die sein Leben sehr bereicherte. Er wurde zu vielen Veranstaltungen und Gesprächen eingeladen.

Ein mystischer Stein von Wikingern, die um die Welt gereist waren – wer kann eine solche Entdeckung schon sein Eigen nennen?

Wenn Sie gerne mehr zum Kensington Stein lesen möchten, finden Sie hier weitere Infos:

Der Kensington-Stein:
www.eldey.de/Geschichte/Wikinger/Kensington/kensington.html

Der Stein von Kensington:
wissenschaft-und-technik.de/schriften

Die Wikinger
www.fiks.de/columbus/vorher/wi.html

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