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Massengrab in Irland entdeckt

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Schrecklicher Fund in Irland: Ein Grab mit mehreren Hundert Kinderleichen wurde in einer verlassenen Grube gefunden. Die Historikerin Catherine Corless war hier vergangener Zeit auf der Spur und machte dabei den Leichenfund. Es soll sich um Kinder handeln, die vor etlichen Jahrzehnten in einem Heim mit dem Namen THE HOME ihrem täglichen Leid zum Opfer gefallen waren.

Für das Jahrbuch der Stadt Tuam hatte die Geschichtswissenschaftlerin recherchiert und hinter einer zwei Meter tragenden Steinmauer das Massengrab aus vergangener Geschichte entdeckt. Ohne Grabstein, die Leichnamen übereinandergelegt wie auf einem Kompost. Lieblos entsorgt.

Tuam, High Street in Irland

Kinder starben, aber die Gründe dazu konnten nicht genau belegt werden

Das Heim, dem die Jungen und Mädchen entstammten, soll den Recherchen der Historikerin nach einen zweifelhaften Ruf gehabt haben, was der grausame Fund aus den Jahren 1925 bis 1961 belegt. Eigentlich ungläubig, wenn man erfährt, dass das Hort von Nonnen geleitet wurde, die sich für die unehelichen Kinder, die dort gelebt haben sollen, eingesetzt haben müssten. Kinder außerhalb der Ehe galten als Todsünde und in Toam sollten Frauen, die dieses Leid betraf, deshalb gebären können.

Was am Ende geschah, sollte so nicht vorgesehen sein. Allerdings gibt es auch viele Spekulationen über Krankheiten und Vernachlässigungen zur Geschichte, die nicht wirklich beweisbar sind. Und das allein auch deshalb, weil das große Schicksal der Kinder in der Stadt verschwiegen wurde. Man wollte das schöne Bild des katholischen Städtchens im grünen Irland aufrechterhalten und nicht mit schwarzen Mächten untermalen.

Ein Baum in Tuam, Irland

Historikerin Corless allerdings versuchte aufzudecken und recherchierte über die Melderegister und das Standesamt nach Daten von verlorenen Kindern und vergessenen Ereignissen. Erschreckende Zahlen kamen dabei heraus: Unter anderem sollen jede Woche zwei Babys im Heim gestorben sein. Dabei geht die Würde an die Kirche verloren und die Frage, warum die leitenden Nonnen des Kinderheimes so etwas tun konnten, bleibt nach wie vor offen. Denn trotz Recherche ist die Antwort nicht zu rechtfertigen.

Massengrab wurde bereits zuvor entdeckt, aber erst jetzt wurden Untersuchungen aufgenommen

Die irische Ausgabe des Journals DAILY MAIL schreibt, dass das Grab in den 1070er Jahren bereits von spielenden Jugendlichen entdeckt wurde. Ein Priester hätte die Grabstätte sogar gesegnet, aber die Sache wurde durch das Totschweigen auch zu den Akten gelegt bzw. nicht einmal gemeldet. Inzwischen ist das anders, denn die Geschichtswissenschaftlerin hat ihren Fund ordnungsgemäß der Polizeibehörde gemeldet, die nun die Ermittlungen aufnehmen wird.

Die Nonnen – gingen irgendwann. Sisters of bon secours wurden sie genannt und leiteten als gute Hilfe in den 1920er Jahren das Heim. Als Fazit ist zu nennen, dass die Kinder unerwünscht waren, wohl auch für die Nonnen. Was damals genau abgelaufen ist und in den Gotteshütern vorging, ist nicht gewiss. Warum niemand eingegriffen hat und die Nonnen ihre grausame Arbeit haben machen lassen, ist nicht erklärbar.

Wichtig ist nur, dass die Angelegenheit heute aufgeklärt wird und zumindest nachhaltig noch ein wenig Gerechtigkeit auftritt, indem die Aufklärung des Falles ins Rollen gebracht wurde. Auch ist recherchiert worden, dass die Kinder zunächst in einem Abwassertank in der Nähe versteckt worden sind. Inzwischen beschäftigt sich auch die Regierung mit dem Fund und will Genaueres herausfinden. Eine Bestrafung wird es nicht mehr geben, aber dennoch ein wenig Gerechtigkeit für die Sache.

Bildquellen:
Foter / Creative Commons Attribution-ShareAlike 2.0 Generic (CC BY-SA 2.0)
nubui / Foter / Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 2.0 Generic (CC BY-NC-SA 2.0)

 

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