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Islandpferde – nicht mehr nur Pony, sondern edles Pferd!

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Wer nach Island reist, tut dies nicht nur, um sich Island oder seine Sehenswürdigkeiten anzusehen. Island hat neben dem Aurora Borealis oder der Geysire, sehr viel mehr zu bieten, als es für viele Reisende den Anschein hat. Auch zum Reiten oder um sich die Islandpferde anzusehen als auch um auf ihnen zu reiten, ist Island eine Reise wert.

Dabei haben Islandpferde einen stämmigen Körper und ein dichtes Winterfell. Ihr üppiger Behang ist beinahe schon das Erkennungsmerkmal der Islandpferde. Sie verfügen über einen ausdrucksstarken Kopf und ihre großen Augen vermitteln eine überaus mächtige Vertrautheit. Trotzdem sind diese Pferde den Menschen gegenüber sehr respektvoll. Die Islandpferde werden als mutig und stolz eingeschätzt, wobei sie ein Stockmaß von 1,30 m bis etwa 1,45 m erreichen.

Islandpferde

Islandpferde © Regina Mohr / pixelio.de

 

Reiten Sie auf eine andere Art mit den Islandpferden

Das Reiten auf dem Rücken der Islandpferde geht etwas anders vor sich, als man es vielleicht hierzulande auf deutschen Pferden kennt. Denn Islandpferde habe eine besondere Gangveranlagung. Dementsprechend können die Islandpferde nicht nur Schritt, Trab oder Galopp reiten, sondern auch Tölt oder Pass.

Beim Tölt befinden sich zwei Hufe am Boden, die anderen beiden schwingen dabei in der Luft. In dieser Gangart nimmt das Pferd eine aufrechte Haltung ein und „tanzt“, in gewisser Weise, über dem Boden. Beim Rennpass hingegen läuft das Islandpferd in gestreckter Haltung über dem Boden. Rennpass gehört in der Islandpferde-Szene zur „Königsdisziplin“.

Geschichtliches zu den Islandpferden

Zudem gelten die Islandpferde als die älteste und bekannteste Reinzucht der Welt. Die ersten Islandpferde wurden Mitte des 9. Jahrhunderts durch die ersten Siedler und Wikinger nach Island gebracht, als diese sich auf der Flucht vor dem norwegischen König befanden. Zu den Vorfahren der Islandpferde zählen germanische Ponys, die die Wikinger mit keltischen Ponys kreuzten.

Das Islandpferd ist seit mehr als 1000 Jahren in seiner Reinrassigkeit erhalten geblieben. Denn es wird erzählt, dass im Jahr 930 die Einfuhr weiterer Pferde nach Island verboten wurde, da es das Althing, das damalige isländische Parlament, zu der Zeit so beschloss, um mögliche Krankheiten, im weitesten Sinne, zu vermeiden. Diese Reinrassigkeit der Islandpferde konnte daher noch bis heute erhalten werden.

Islandpferde werden erst ab dem vierten oder fünften Lebensjahr eingeritten. Damit gehören sie eher zu den Spätentwicklern, wobei diese robusten Pferde bis zu 35 Jahre alt werden können. Islandpferde werden meist noch bis zum 25. Lebensjahr geritten. Eine Unterscheidung, wer Islandpferde reiten kann, gibt es nicht: Kinder als auch Erwachsene können auf dem Rücken der Pferde reiten!

Islandpferde brauchen Gesellschaft, sonst gehen sie ein!

Wenn man heute nach Island reisen würde, findet man die Islandpferde hauptsächlich in großen Herden vor. Sie werden halbwild gehalten und verbringen den Sommer meist auf dem Hochland, ohne weiteren menschlichen Kontakt. Im Herbst werden die Islandpferde dann ins Tiefland oder auf die Weiden getrieben.

Der soziale Kontakt unter den Pferden ist für diese Tiere lebensnotwendig. Damit die Islandpferde auch weiterhin von ausgeglichener und freundlicher Natur sind, ist es von immenser Bedeutung, dass diese Tiere nicht einzeln gehalten werden, da diese Pferde ansonsten unter psychischen Problemen leiden würden.

Aufgrund der gewohnten kalten Temperaturen fühlen sich Islandpferde besonders bei Schnee und Wind am Wohlsten. Doch im Falle eines Dauerregens bevorzugen auch diese Pferde wesentlich lieber das Trockene. Selbst bei sonnigen Temperaturen kann es sich das Islandpferd überaus bequem machen – im Besonderen, wenn es einen kühlen Schattenplatz in einem Offenstall zur Verfügung hat.

 

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2 Kommentare

  1. Guter Beitrag gewürzt mit einem sehr hübschen Bild! Mir gefallen die Isländer wie sie dort so im Wind stehen. Die Mähnen fliegen im Wind. Ein zauberhaftes Bild. Einfach herrlich!

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