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Irish Dance: Riverdance und Lord of the Dance

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Beim Riverdance oder Irish Dance handelt es sich um traditionellen irischen Stepptanz, der mit keltischer Musik untermalt wird. Das Besondere daran sind die schnellen Beinbewegungen, während Körper und Arme erstarren. Mindestens 20 Tänzer steppen synchron auf der Bühne und erzählen dabei ihre Geschichte. Jeder Tänzer bewegt sich nicht nur zur Musik, sondern erzeugt, durch seine Schuhe, auch selbst verschiedene Rhythmen und Klänge.

Zunächst sollte „Riverdance“ nur eine kleine Showeinlage, während der Pause beim Eurovision Song Contest 1994 darstellen. Doch dabei blieb es nicht, sondern begeistert Irish Dance noch heute ein breites Publikum. Dieser beeindruckende Tanzstil wurde so bekannt, dass er in die Welt hinausgetragen wurde und dem bis heute standhält.

Etwas zum Hintergrund: Klassischer Stepptanz

Der Stepptanz ist eine traditionelle Tanzform, wobei diese oftmals als Modeerscheinung oder als eine Möglichkeit angesehen wird, um Sport zu treiben. Im 19. Jahrhundert entstand der Stepptanz in den USA. Hierbei werden Metallplatten an die Schuhe geschraubt sind, um so Geräusche hervorzurufen, die sich mit der Musik vermischen. Anfangs wurde noch mit Holzplatten getanzt. Jedoch gingen diese schnell zu Bruch.

Beim Stepptanz ist der Tänzer gleichzeitig auch Musikant, da er zusätzliche Rhythmen und Klänge über seine Schuhe erzeugt, die meist aus feinem und hochwertigem Leder bestehen und sich wie eine zweite Haut an den Fuß schmiegen. Ein Absatz ist hier aber nicht nur den Damen vorbehalten, sondern genauso die Herrenschuhe sind damit ausgestattet.

Stepptanz-Schuhe für Irish Dance

Stepptanz-Schuhe für Irish Dance © darkbird – Fotolia.com

Ein Stepptänzer trägt meist schlichte Kleidung in Schwarz, da das Hauptaugenmerk bei den Füßen sein soll. Zwischen 1900 und 1955 erlebte der Stepptanz seine Blütezeit und war oftmals Bestandteil von Shows am Broadway und in Paris. Manchmal wurden auch Big Bands von Stepptänzern begleitet. Von 1930 bis 1950 fügte man den Stepptanz auch bei Film und Fernsehen mit ein.

Musik und Konzeption der Bühnenshow „Riverdance“

Entworfen wurde die Bühnenshow durch Michael Flatley, der einer der Protagonisten bei Riverdance darstellte. Ein großer Bestandteil von Riverdance ist der Stepptanz, der sowohl mit verschiedenen Tanzelementen aus dem spanischen Flamenco kombiniert wird als auch weitere Facetten osteuropäischer Tänze enthält.

Die Musik zu „Riverdance“ stammt von Bill Whelan. Der Soundtrack dazu hielt sich nach der Uraufführung ganze 18 Wochen in den Charts. Anúna, das RTE Concert Orchestra, Davy Spillane und andere irische Musiker wirkten am Soundtrack mit, die hier ihre Stimmen zum Besten gaben und damit schon für Aufmerksamkeit sorgten. Dadurch erhielt das Projekt den letzten Schliff, um sich in der Öffentlichkeit zu etablieren.

Wegen des großen Erfolges konnten im November 1994 die Vorverkäufe für die erste Show am 09. Februar 1995 beginnen. Der weibliche Teil des Projektes wird von der Tänzerin Jean Butler übernommen und auch das machte den Erfolg enorm, denn die Show lief seit ihrem Start 5 Wochen ununterbrochen und war ausverkauft. Im Oktober desselben Jahres verließ Michael Flatley die Show wegen kreativer Dispute. 1996 kam die erste Aufführung in Amerika zustande, die Popularität führte bis zum Broadway im August 2001. Am 05. März 2012 gab es in Edinburgh die 5.000 Aufführung. Mehrere Riverdance-Gruppen taten sich zusammen und präsentierten das großartige Ereignis.

Michael Flatley brachte irische Tänze in die Welt

Michael Flatley ist der Begründer von Riverdance. Dieser lebt in Chicago, verfügt aber über irischen Hintergrund. Er ist derjenige, der mit Riverdance den klassischen Irish Dance mit Stepptanz verknüpfte und draus eine einzigartige Bühnenshow zauberte. Nach Riverdance folgte 1995 die Nachfolgeshow „Lord of the Dance“, wodurch Michael Flatley hauptsächlich bekannt wurde.

Geboren wurde Flatley 1958 in Chicago als zweites Kind unter fünf Kindern. In frühen Kindertagen wurde er in die Grundlagen des Stepp- und Irish Dance eingeführt und ließ sich auch im Umgang mit der Querflöte unterweisen. Seine Kenntnisse erlange er zum Großteil durch seine irischen Großeltern sowie Eltern, die als Einwanderer nach Amerika gekommen waren. Seine Großmutter Hannah Ryan war zu der Zeit eine erfolgreiche Tänzerin im Irish Dance.

Sehr früh begann Flatley damit, sein Können unter Beweis zu stellen und gewann zahlreiche Wettbewerbe sowohl im Tanz als auch im Spiel mit der Querflöte. Eine weitere Disziplin darunter stellte ebenso das Boxen dar. Den etwas rauen Bedingungen in Chicago verdankt Michael Flatley seinen Durchhaltewillen und seine mentale Stärke, wie er selbst dazu wiedergibt. Mit 17 Jahren wurde Michael Flatley Weltmeister im Irish Dance bei den All-World Irish Dance Championships in Irland.

Danach schloss er sich der irischen Band Chieftains als Tänzer an. Nach einem Auftritt 1993 beim Spirit of Mayo Festival in Dublin erhielt er den Auftrag ein „Pausensnack“ für den Eurovision Song Contest 1994 zu kreieren, wodurch – wie schon erwähnt – „Riverdance“ entstand. Aber erst mit der Nachfolgeshow „Lord of the Dance „ wurde er weltweit bekannt, die noch heute gerne besucht wird. Hier wird eine alte irische Legende erzählt, in der es um den Kampf der guten Mächte gegen die bösen Mächte geht.

Inzwischen arbeitet Flatley vorwiegend als Choreograph, Regisseur und Produzent, da er aufgrund von Herzproblemen etwas kürzertreten musste. In 2005 entstand die Show „Celtic Tiger“. Die weibliche Hauptdarstellerin der Show ist Niamh O’Brian, die gleichzeitig seine Ehefrau ist. In 2007 wurde sein Sohn Michael geboren.

2010 tanzte er seit Langem wieder in Lord of the Dance, da Fans ihn in Fanbriefen darum gebeten hatten und er sich zu dem Zeitpunkt wieder besser fühlte.

Im Mai 2011 brachte er ein eigenes Solo-Album mit Klängen der Querflöte heraus, dass genauso zu einem Fan-Favorit geworden ist. Auf iTunes können einige der Musikstücke zur Probe angehört werden. Wer sich für irische Klänge begeistern kann, sollte auf jeden Fall einmal reinhören.

Wer noch mehr zu Michael Flatley und seine Projekte wissen möchte, kann dies auf seiner Homepage tun.

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