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Die Schwedische Sprache hat viele Besonderheiten

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Die schwedische Sprache ist nicht die einfachste, heißt es. Aber mit ein bisschen Mut und Energie können Sie sich auch sprachlich gut auf den Urlaub, Auslandsaufenthalt oder eben direkt die Sprachreise vorbereiten. Denn eines ist gewiss: So unterschiedlich klingen die skandinavischen Sprachen nicht.

Ein Norweger versteht den Schweden sehr gut und umgekehrt genauso. Das ist ungefähr so wie die Dialekte in Deutschland, die sich in der Sprache nur etwas unterscheiden, man versteht sich aber trotzdem. Denn trotz der sprachlichen Holperungen kann sich der Hamburger mit dem Münchner unterhalten und Geschäftsabschlüsse tätigen.

Schwedisch

Schwedisch © lantapix – Fotolia.com

Die schwedische Sprache gehört zur indogermanischen Sprachfamilie und wird zum Teil auch in Finnland gesprochen. In Schweden ist sogar seit 01. Juni 2009 festgelegt, dass alle Schweden die Sprache verwenden sollen und auf kommunaler Ebene damit kommunizieren mögen. 8,5 Millionen Schweden werden unter der schwedischen Muttersprache geboren und machen damit einen großen Bevölkerungsanteil aus. Gut ist auch zu wissen, dass die eigene Sprache ein Pflichtfach im Abitur war und das bis zum Jahr 2004, was noch nicht so lange her ist. Daneben gab es noch Englisch als Pflichtfach.

Die Schweden können sich durch die „Mischsprache“ sehr gut mit den Norwegern unterhalten und kommunizieren hier zum Teil in Umgangssprachen. Derzeit bemüht sich der Sprachrat sogar ein Institut für Sprache und Volkstum in Schweden einzurichten.

Im Allgemeinen

Schwedisch ist eine germanische Sprache und das Alphabet der Konversation besteht aus 29 Buchstaben. Dazu ist zu erwähnen, dass das W einsam und verlassen galt, gar nicht als eigenständiger Buchstabe, sondern als Variante von V. Daneben zählt Z neben Ä und Ö als eigenständiger Buchstabe, was ja zum Beispiel im deutschen Alphabet ganz anders ist.

Gesprochene Worte

Es heißt, dass die Sprache in Schweden mit etwas Fantasie sehr gut verstanden werden kann, während die Aussprache doch ein größeres Problem darstellt.
Das O wird oft wie ein U gesprochen und das U zumeist wie ein Ü, während das Y ebenfalls wie Ü gesprochen wird. Das I wird wie J gesprochen und Endungen wie Sj, skj und Tj werden wie Sch gesprochen. Das V. wiederum spricht sich wie ein W.

Zur kleinen schwedischen Sprachkunde für Urlauber

Hallo = Hej!
Guten Morgen spricht sich als God morgon
Wie heißen Sie? = Vad heter du?
Danke = Track
Was kostet? = Vad kostar?

Unter http://de.wikipedia.org/wiki/Schwedische_Sprache finden sich allgemeine Ausspracheregeln und Buchstabenverbindungen.

Bei so vielen Worten fällt der Streit der Schweden auf das Thema UNGOOGLEBAR.

Der Streit um ein Wort

Die Schweden wollen sich keine Vorschriften machen lassen und kämpfen auf ihr gesondertes Recht. Der Sprachrat des Landes wollte fünf neue Wortschöpfungen auf den Markt bringen, die in der Landessprache übernommen werden sollten, darunter auch das Wort ungooglebar. Auf der Liste standen Wörter wie Emoji, das ist ein Bild in Animation, welches in Chatnachrichten verwandt wird und verschiedene Emotionen ausdrücken soll. Dann ist noch der Begriff Grexit im Gespräch, der den Austritt der Griechen aus der EU bezeichnet.

Ungooglebar soll, wie schon vermutet, einfach nur ausdrücken, dass bestimmte Dinge oder Begebenheiten im Internet nicht aufzufinden sind. Google zeigte aber wenig Begeisterung für diese neue Wortschöpfung und vertrat sein Markenrecht bezüglich dieser Definition. Daraufhin warfen die Schweden dem Internetriesen vor, sich einzumischen und pochten noch mehr auf das Recht des Sprachrates, weil das Wort ja schließlich ein UN vor Google enthält.

Letztlich gewann der Riese erfolgreich und der schwedische Sprachrat musste das Wort von der Liste entfernen, was wohl dennoch für alle Beteiligten das Beste gewesen sein muss.

Die Sprache kümmert sich nicht um Google oder ein Wort. Sie entwirft ihre Worte selbst, so auch Dialekte. Somit wird ungooglebar nicht im Sprachgebrauch zu finden sein.

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