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Der Polarfuchs in Island kommt in vielen Varianten daher: Weiß, blau und sogar schwarz!

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Vor allen Dingen wegen seines Felles im Winter ist der Polarfuchs immer wieder gern gesehen. Das muss einfach vorweg genannt werden, denn er macht hiermit seinem Namen alle Ehre. Wenn man dann aber erfährt, dass der kleine Fuchs zur Gattung der hundeartigen Raubtiere zählt, kann man es gar nicht recht glauben.

Bezüglich seiner Beheimatung in der nördlichen Polarregion bezeichnet man ihn auch als Eisfuchs. Wissenschaftlich gesehen bedeutet sein Name hasenfüßiger Fuchs, denn seine Pfoten sind wie bei einem Polarhasen mit einem dicken Pelz besetzt und die Gestalt weist die eines allgemeintypischen Fuchses auf. Die Länge des Tieres beträgt 65-90 Zentimeter, darüber die Schulterhöhe 30 Zentimeter. Die Weibchen sind ein bisschen kleiner als die Männchen. Ebenfalls ist der Polarfuchs als einziger Wildhund bekannt, der zu allen Jahreszeiten sein Fell wechselt. Gerade in Juli und August hat er ein sehr stark ausgeprägtes Sommerfell.

Polarfuchs

Polarfuchs © Peter Röben, CC-Lizenz (BY 2.0)
http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de – www.piqs.de

Weißfuchs und Blaufuchs

In der Winterfellphase werden verschiedene Fuchsarten eingeteilt und unterschieden: Weißfuchs und Blaufuchs. Der eine trägt im Winter ein stark weißes Fell, der eine ein blaues Fell. Die Füchse sind somit gut zu unterscheiden. In Kanada überwiegt die weiße Variante sehr deutlich, während in Island und Alaska die blaue Variante sehr stark vertreten ist und sich in den winterlichen Schneelandschaften zeigt. Wegen seines guten Felles kann der Polarfuchs Temperaturen von -80° überleben.

Grundsätzlich zum Polarfuchs

Hauptvorkommen des Polarfuchses, neben Island und Spitzbergen sowie Skandinavien, sind in Nordrussland und Alaska. Sogar auf dem Packeis des arktischen Ozeans wird das Tier gesehen. Wegen der Beweglichkeit und guten Kondition können die Polarfüchse eine Strecke von bis zu 2.000 km zurücklegen.

Nahrung

Der Fuchs ernährt sich von Lemmingen und anderen Nagetieren sowie von der Stumpfmaus oder der Graurötelmaus. Sein starker Geruchssinn lässt ihn schnell die Beute wittern. Aber auch Vögel, die in der Arktis brüten oder Fischreste sind ein Schmaus für den Nordbewohner.

Nachzucht

Wie alle anderen Füchse ziehen auch Polarfüchse ihre Jungen im Bau auf, der 8 Tunneleingänge bereithält. Auch für die schnelle Zuflucht vor Eisbären oder anderen Angreifern. In der Nähe von Seen oder Sandhügeln bauen die Füchse allerdings selten, damit keine Gefahr besteht, dass die Eingänge einfallen und so die Jungen, die sich im Bau befinden, keine Luft mehr bekämen. Der Familienbund besteht aus einem Männchen, zwei Weibchen und einem Jungen. Eines der Weibchen kommt aus einem Wurf des Vorjahres und hilft bei der Aufzucht. Die Zeugung geschieht im März oder April, die Tragezeit beträgt 50 Tage.

Darüber hinaus ist das Nahrungsangebot sehr stark von den klimatischen Verhältnissen abhängig. Nach circa 4 Wochen kommen die Füchse zum ersten Mal aus der Höhle, nach sechs Wochen werden sie bereits auf sich allein gestellt sein. Mitte August werden die Tiere dann verstoßen und sind nun leider, auch den Winter über, ganz auf sich allein gestellt – was die Tierfreunde unter uns sehr traurig stimmen mag. 🙁

Feindschaften mit Polarwolf und Eisbär

Der Feind ist vor allem der Polarwolf, aber auch der bereits genannte Eisbär. Leider ist die Tollwut häufig die Krankheit, die beim Polarfuchs zum Aussterben führt. Dennoch ist zu nennen, dass er nicht als eine der gefährdeten Tierarten auf der Welt gilt – im Gegensatz zum Eisbären oder zum Tiger. Vielmehr ist der kleine Fuchs durch die globale Erwärmung am stärksten bedroht.

Fazit:

Der Polarfuchs glänzt vor allem wegen seines weißen Felles und ist deshalb so beliebt. Das Fell kann manchmal sogar schwarz und nicht nur Blau sein. Mit bereits fast einem Jahr werden die Füchschen geschlechtsreif, ab der vierten Lebenswoche beginnen sie, den Bau zu erkunden.

Das Nahrungsangebot ist groß und erstreckt sich über Vögel, Mäuse und bis hin zu Fischen. Die Füchse sind tag- und nachtaktiv und verfügen über einen ausgeprägten Hör- und Geruchssinn. Leider wird der Fuchs seit Jahren wegen seines Felles gejagt und ist deshalb in Skandinavien und Island fast ausgestorben, gilt dennoch nicht als bedrohte Tierart, denn sein Lebensraum ist doch weit verbreitet.

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