reisenurlaubundmehr.de – Der Nordblog

Abenteuer, Aktivurlaub und atemberaubende Natur!

Das Keltenkreuz – das irische Hochkreuz ist Schutz und Symbol zugleich

| 3 Kommentare

Es wird als das Schutzamulett und als geheimnisvolles Symbol Irlands bezeichnet. Nicht nur als Anhänger an Ketten ist es deshalb so beliebt, sondern auch in irischen Bauten zu finden – das Symbol gilt als das irische Hochkreuz, sogar als Grabdenkmal.

Keltenkreuz auf Friedhof in Irland

Keltenkreuz auf Friedhof in Irland © Jens Kühnemund / pixelio.de

Die Ursprünge zum Keltenkreuz

Als Element im frühen Mittelalter und sakraler Kunst im keltischen Raum und auf den britischen Inseln ist dieses Kreuz einer großen Bedeutung zugetan. Um den Schnittpunkt des Balken liegt ein Ring, der im Volkstum, besonders in Schweden, als Radkreuz bezeichnet wird. Die Ursprünge finden sich daher nicht auf Grabstätten, sondern auch als Wahrzeichen des heiligen Landes und sogar auf vielen Festen ist das Keltenkreuz präsent und es wird darum herum ein Tanz abgehalten. Die Entwicklung des Kreuzes verselbstständigte sich als Schutzbringer und auch als Schmuckstück, denn es ist in vielen Farben, Formen und veränderten Varianten sowie in verschiedenen Legierungen als Schmuckstück zu bekommen.

Vorkommen in Irland

Auf den britischen Inseln gilt das Keltenkreuz als frühchristlicher Glaube und hält zum Gedenken an. Auch Schottland weicht nicht weit von dieser Tradition. Der Glaube war in Irland und den umliegenden Regionen so stark, dass verschiedene Steine mit dem Kreuz als Diagramm bzw. Markierung geschnitzt wurden, die eine gewisse Bedeutung hergaben. Die Kreuzsteine galten als Triumph, Schutz und Sehenswürdigkeit zugleich. Die Verselbstständigung des Keltenkreuz reichte später sogar so weit, dass es in der rechtsextremen Szene bekannt wurde. Die Bedeutung des Schutzzweckes erlangte erst, in den späteren Jahren, wieder Hochkonjunktur.

Die Kelten

Dabei handelt es sich um die Mächtigen, Erhabenen und Starken mit indogermanischen Wurzeln. Genauer: Antike Volksgruppen der Eisenzeit in Europa, deren größte Ausdehnung um 275 vor Christus war und von denen es sechs keltische Nationen gibt, die aus der frühen Neuzeit stammen. Die Kultur breitete sich vom Mittelmeer in verschiedene Richtungen aus, und zwar bis nach Spanien und Anatolien. Hier finden sich die keltischen Ursprünge der Hallstatt-Kultur, die ich etwas später ansprechen werde.

Die Kelten an sich waren sehr in der Bronzezeit vertreten und führten einen großen Handel. Dafür besiedelten sie große Städte, die sie, zum Teil, auch selbst bauten. Im Gegensatz zu anderen Völkern haben die Kelten keine schriftlichen Aufzeichnungen hinterlassen, sodass zu ihnen kaum etwas Brauchbares zu finden ist, was auf das damalige Leben schließen lässt. Sie waren ein sehr organisiertes Volk unterschiedlicher Stämme. Die einzige Gemeinsamkeit war ihre Sprache, über die sie sich verständigten.

Die Hallstattzeit

…von 750 bis 500 vor Christus wird die Periode der Hallstattzeit verzeichnet. Benannt nach dem österreichischen Ort Hallstatt, ist diese Zeit für den keltischen Ursprung bekannt und auch für die Prägung von Stahlerzeugung. Aber auch andere bedeutende Ereignisse fanden während dieses Zeitraums Anklang: Die Olympischen Spiele von 776 vor Christus oder die Gründung Roms um 753 vor Christus.

Die Latènezeit

… rechnet sich von 480 vor Christus und von ihr bekamen die historischen Kelten ihre Namen. La Tène ist ein Ort am Neuenburger See in der Schweiz und daher eine damalig historische geprägte Stätte, für die Kelten gerade gut genug, um in verschiedenen Ereignissen mitzumischen: Um 385 vor Christus belagern sie das Kapitol in Rom, sie besiegen um 295 vor Christus die Römer, um 2790 vor Christus plündern sie Delphi und zu guter Letzt passiert der Alpen-Feldzug der keltischen Räter und Vindeliker um 15 vor Christus.Das Ende der Keltenzeit beläuft sich auf 40 n.Christus mit der Besetzung des Donau-Südufers durch die Römer.

All das wissen die meisten nicht, dennoch tragen sie heute das Keltenkreuz. Das Ganze ist zu vergleichen mit Weihnachten, Ostern und Pfingsten deren Bedeutung wir nicht wirklich kennen, aber all diese Feste jedes Jahr aufs Neue familiär feiern und immer wieder aufs Neue erwecken und zum Glänzen bringen.

Print Friendly

3 Kommentare

  1. Hola,
    vielen Dank für den sehr informativen Artikel. Hat mich gefreut ihn zu lesen.
    Viele Grüße aus Spanien.

    Sinceramente suyo
    Grandaris C.

  2. Pingback: Keltenkreuze – Die geheimnisvollen Symbole Irlands | Irland erleben. Mehr Leben. Besser Reisen

  3. Pingback: Gälisch, Englisch und irische Dialekte – Besonderheiten und Hintergründe | reisenurlaubundmehr.de - Der Nordblog

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.